Die Konfirmation kann kommen

23 Konfis, zwei Jung-, ein Altmüller und eine Winterlinde ( sinnigerweise 23 Jahre alt 🙂 )

Palmsonntag ist in Georgsdorf, wie in vielen anderen Grafschafter Gemeinden,  seit Menschengedenken der ‘Tag der Konfirmation’. Seit einigen Jahren treffen sich die Georgsdorfer Konfirmandinnen und Konfirmanden am Vortag, um den Gottesdienst vorzubereiten. So auch 2019. Es begann mit einem gemeinsamen Frühstück, für das in bewährter Weise unsere Küsterin Judith Joostberends gesorgt hatte. Das Frühstücksbuffet ließ keine Wünsche offen, aber der große Renner waren Rührei und Nutellabrötchen. EZumindest das Rührei wurde restlos verputzt. Sodann überprüften die Konfis ihre Urkunden. Das ist für Pastor Veldmann immer ein sehr spannender Augenblick, neigt er doch zu der einen oder anderen  Schludrigkeit, was wohl seiner gelegentlichen Gedankenverlorenheit geschuldet sein dürfte . Aber dieses Mal war (fast) alles richtig: Namen, Geburts-und Taufdaten, Biblesprüche etc. Keine Zahlendreher oder dergleichen wie sonst schon mal. Dann ging’s in die Kirche. Jeder und jede hatte sich einen Stuhl unter den Arm geklemmt und sich den Partner oder die Partnerin, an dessen Seite er/sie Morgen in die Kirche einziehen wird. Alles streng alphabetisch natürlich. Die Stühle wurden unter der Kanzel in 5er- Reihen aufgestellt, die Konfis setzen sich und dann wurde der Gottesdienst vom Ablauf her, aber auch inhaltlich in allen Einzelheiten durchgesprochen. Pastor Veldmann betonte noch einmal, dass er mit großer Dankbarkeit auf die gemeinsame Zeit zürückschaue und er sich von Herzen wünsche, dass alle in Ihrer Kirchengemeinde, die Jesus Christus als ihren Herrn bekenne, ‘ Heimat und Zuhause’ finden würden.Anschließen ging’s zur ‘Baumpflanzaktion’ Richtung Mühle, wo uns schon der Vorsitzende des Mühlenvereins, Jan Schüldink und einige ‘Jungmüller’ erwarteten. Dort lag eine 23 Jahre alte Winterlinde zur Einpflanzung bereit. Henk, Ben, Justin, Geraldo und die beiden Lefis gruben das Pflanzloch, das ziemlich groß sein mußte, da der Ballen der Linde ein echter Kaventzmann war, der allen Einsatz forderte.  Ihn in die Grube hinezubugsieren kostete einiges an Mühe und Arbeit. Wieder einmal – wie schon so oft –  bestätigte sich ein Biberlwort als ein Wort von großer Lebensnähe: ” Im Schweiße deines Angesichts sollst du arbeiten….( 1. Mose). Die Mädchen holten in Eimern und Kannen Wasser vom Grenzlandmarkt und sorgten für die richtige Bodenfeuchte. Aber wir hatten trotz der einen oder anderen Anstrengung auch viel Spaß, trotz des eisigen Windes, der uns von Norden her ins Gesicht blies. Diese Linde wird nun in den kommenden Jahren und Jahrzehnten daran erinnern, dass am 14. April 2019 in der Evangelisch-reformierten Kirche zu Georgsdorf 23 junge liebenwürdige Menschkinder aus Georgsdorf,  Osterwald, Adorf und Wietmarschen konfirmiert worden sind.

Schreibe einen Kommentar