Halbtagsfahrt nach Esterwegen

Abfahrt ab Georgsdorf, Weg zum Informationszentrum

Die diesjährige Hablagsgfahrt des ‘Seniorencafés  hatte die ‘Gedenkstätte Esterwegen’ zum Ziel. Das Konzentrationslager Esterwegen im Emsland war eines der sogenannten ” frühen Konzentrationslager”  unter nationalsozialistischer Herrschaft. Es wurde im Sommer 1933 als Doppellager (Lager II und III) für 2000 politische “Schutzhäftlinge” eingerichtet und war zeitweilig nach dem KZ Dachau das zweitgrößte Konzentrationslager. Das KZ Esterwegen wurde im Sommer 1936 aufgelöst. Das Lager wurde bis 1945 als Strafgefangenenlager weitergenutzt, in dem aber auch abgeurteilte politische Häftlinge und Nacht-und -Neebel Gefangene inhaftiert waren. Danach diente Esterwegen als Internierungslager, als Strafgefängnis und bis 2000 als Bundeswehr-Depot. Die Geschichte dieses und der anderen 14 Emslandlager wurde von 1985 bis Juli 2011 im Dokumentations-und Informationszentrum in Papenburg u. a. in einer Dauerausstellung dargestellt. Mit der Eröffnung der neuen Gedenkstätte Esterwegen auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrations- und Strafgefangenenlagers Esterwegen am 31. Oktober 2011 wurde das DIZ in Papenburg geschlossen. Dessen Mitarbeiter zogen samt den Sammlungsbeständen in die neue Gedenkstätte, die von der vom Landkreis Emsland eingerichteten Stiftung Gedenkstätte Esterwegen getragen wird. Nach etwa dreiviertelstündiger Busfahrt erreicht die 47köpfige Gruppe das Ziel. Wir konnten die örtliche  nicht mehr in Gebrauch befindliche Cafeteriea für ein gemeinsames Kaaffeetrinken nutzen. Für Kaffee, Kuchen und Schniitchen hatten wir selber mitgebracht. Küsterin Judith Joostberends und GIsela Berens hatten alles bestens vorbereitet. Dach gings in den Seminarrsaal, wo Frau Brandes, eine ausgebildete Historikerin einen so informativen wie eindrücklichen Lichtbildervortrag über die Geschichte der Emslandlager allgemein und  speziell des Lagers Esterwegen hielt, der alle sehr ins Nachdenken brachte und bei manchen die eine oder andere Kindheitserinnerung wachrief. Danach gab es Gelgeheit, sich in auf dem Gelände , an dessen Westseite ein kleines , von drei Franziskanerinnen bewohntes Kloster liegt, umzuschauen.

Beim, Kaffeetrinken. Nochmals Dabnke an Judith und Gisela Berens!
Ein Bild des Lagers, wie es damals aussah. Inzwischen sind alle alten Gebäude verschwunden. Reste davon sind im Doku-Zentrum ( u.l.) zu besichtigen. Heute markieren Metallpilone ud Stahlwände den Ort, wo einst die Gebäude standen.

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