Tagesfahrt nach Essen-ins Herz des Ruhrgebietes

Während der zweistündigen Tour auf dem Baldeneysee mit Kaffe, Tee und Kuuchen

Bis ins frühe 19. Jahrhundert war Essen (gegründet um 900 n.Chr.), das an der Kreuzung mehrere Handelswege lag, eine beschauliche Kleinstadt mit maximal 2000 Einwohnern  und einem mittelalterlichen Zentrum. Doch dann begann in den 1840er Jahren die Industrielle Revolution und Essen wurde im Laufe der Jahre zu ihrem ‘Kraftzentrum’ der Bergbau- und Schwerindustrie. Namen wie Alfred Krupp ( die Familie gründete schon 1811 ein Gusstahlwerk), Nachfahre calvinistischer Glaubensflüchtlinge aus den Niederlanden und August Thyssen, dessen Vorfahren aus Aachem stammten, sind untrennbar mit dem Aufstieg der Stadt zur Indiustriemetropole verbunden. Essen galt schon im Mittelalter als Waffenschmiede und sollte  es bis 1945 bleiben, als die Stadt- sie hatte inzwischen 600000 Einwohner durch englische  und amerkanische Bombergeschwader zu 93% zerstört wurde.  Weder von den gigantischen Industrieanlagen noch vom mittelalterlichen Stadkern blieb etwas übrig. Nach dem zweiten Weltkrieg nahm die Stadt im Zuge des Wirtschaftswunders einen staunenswerten Aufschwung, die 700000 Einwohnergrenze wurde erreicht. Mit der Kohlekrise schon zu Beginn der 60er Jahre begann allerdings ein schmerzhafter Stukturwandel, den Essen, wie alle Städte des Ruhrebietes, zu bewältigen hatte. Essen ist trotz allen (erzwungenen) Wandels ein quicklebendige Stad, die zu besuchen es sich allemal lohnt. Es gibt eine tolle Kulturszende und viele Sehenwürdigkeiten, die auf den Besucher warten.

Unsere Tagesfahrt begann pünktlich um 7.30 Uhr mit einem dreiaxigen Luxusbus der Firma ‘Richters Reisen’ aus Nordhorn, den Mike Frericks gut und sicher steuerte. Unterwegs gab es das obligatorische Frühstück,  das Judith Joostberends, Jenni Ahuis und Gisela Berens ab 6.00 Uhr im Gemeindehaus in wunderbarer Weise vorbereitet hatten. Großen Dank an dieser Stelle!. Leider regnete es in Strömen, so daß wir Brötchen, Kaffe und Tee im Bus genießen mußten. In Essen wartete Frau Oleg auf uns. Während einer eineinhalbstündigen Stadrundfahrt  führte sie uns gekonnt in die  Geschichte und  gegenwärtige Sitaution der Rurstadt ein. Eine Unmenge an Fakten, die es geradezu fordern, zu Hause noch einmal vertieft zu werden.  Im Anschluß an die Fahrt gab es in den ‘Tiroler Stuben’ ( direkt am Baldeney -See) ein schmackhaftes Mittagessen nach Wahl. Nächstes Ziel war die ‘Villa Hügel’, die ehemalige Residenz der Familie Krupp. Der (mehrfach, vor allem im Innern)  umgebaute Prachtbau mit über 280 Zimmern und  einem 15 ha großen Garten brachte alle ins Staunen. Leider war die professionelle Führung etwas kurz, da das Essen doch länger als erwartet gedauert hatte. Aber die Zeit reichte, um eine Ahnung davon zu bekommen, zu welch ungeheurem Reichtum die Stahl- und Kohlebarone im vorletzten und letzten Jahrhundert gekommen waren. Der ganze Krupp-Besitz wurde nach dem Krieg in eine Stiftung überführt.  Anschließend wurde noch einmal der ‘Baldeney-See’ ( früher das Leistungszentrum der deutschen Ruderer und Ruderinnen) angesteuret, wo bei Kaffe,Tee und Kuchen nach Wahl eine zweistündige Tour auf einem Schiff der ‘Weißen Flotte’ auf uns wartete. Das abgasfreie Schiff wurde – ganz innovativ- mit Wasserstoff angetrieben, so daß kein Anriebsgeräusch zu hören war. Eine zukunftsweisende Erfahrung. Die Kapitänin berichtete Wissenswertes über den künstlichen  See, der von der Ruhr gespeist wird und miitels eines Kraftwerks  8000 Haushalte mit sauberem Strom versorgt. Dazu gab’s  Infos über ein Naturschutzgebiet und einige Baudenkmäler am Ufer ( ‘Zeche Carl Funke’und ‘Neue Isenburg’), aber auch die Klage darüber, dass dem Ufer des Sees durch exessives Feiern am Wochenende die Verwahrlosung drohe. Danach ging’s nach Hause – vielelicht mit  Eindrücken und Informationen, die manche (r) Teilnehmerin/ Teilnehmer beoim ersten Hören des Wortes ‘Stadt Essen’ so nicht erwartet hatte.

Krupp Villa ( ‘Hügel’) Bibliothek und Emfpangsräume, Musiksaal
Beim Mittagessen in den ‘Tiroler Stuben’ am Baldeney-See
B. Leupen und J.H. Scholten, Verwaltungsgebäude Thyssen, Synagoge Essen, Frühstück im Bus, ALte Zeche, Stammhaus Familie Krupp, Treppenhaus in der ‘Villa Hügel’.

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