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Coronavirus – Weitere organisatorische Anpassungen bei Bestattungen

Liebe Gemeindemitglieder in Georgsdorf, Adorf, Osterwald und Wietmarschen,

die Corona-Epidemie hat uns alle fest im Griff und wir müssen strenge Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, damit sich so wenig Menschen wie möglich mit dem Virus anstecken. Gottesdienste und Gruppen fallen ohnenhin aus, aber jetzt sind auch die Beerdigungen in unserer Gemeinde betroffen. Der Kirchenrat hat deshalb auf Anraten der reformierten Landeskirche folgendes Vorgehen beschlossen:  

Die Andachten aus Anlass von Bestattungen an Grab, am Sarg oder der Urne werden nur noch unter freiem Himmel abgehalten. Die Benutzung der Friedhofshalle wird untersagt. Der Kreis der teilnehmenden Menschen muss so klein wie möglich gehalten werden. Teilnehmen können ausschließlich nahe Angehörige. Die Richtgröße von höchstens zehn Teilnehmenden ist zu berücksichtigen. Wir bitten eindringlich, dass die teilnehmenden Menschen einen ausreichenden Abstand von mindestens 1,50 Meter zueinander einhalten.

Der Kirchenrat ist sich bewusst, dass diese Maßnahme eine enorme Einschränkung für die Trauernden bedeutet. Allerdings tragen wir eine große Mitverantwortung für den Schutz unserer Gemeindeglieder, aber besonders auch für unsere haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Ganz besonders müssen wir auf den Schutz kranker und älterer Menschen achten.

Guido Nyhoff (Vorsitzender des Kirchenrats)

 

Coronavirus – Gottesdienste, Gruppenstunden und sonstige Treffen im Gemeindehaus fallen vorübergehend aus.

Zum Schutz vor der Infektion mit dem Coronavirus hat der Kirchenrat der Ev.-ref. Kirchengemeinde Georgsdorf beschlossen, ab sofort alle Gottesdienste und Kindergottesdienste, alle Veranstaltungen im Gemeindehaus, die Zusammenkünfte der Gruppen und Kreise vorerst nicht mehr stattfinden zu lassen.

Wie die Kirchengemeinde die Karwoche und die Ostertage angemessen feiern kann, wird in den nächsten Tagen mitgeteilt.

Da sich die Lageeinschätzung zurzeit in kurzen Abständen ändert, werden wir weitere Informationen über Facebook und auf unserer Homepage bekanntgeben.

Der Kirchenrat bittet darum, diese Informationen mit Personen, die nicht mit den Medien Internet, WhatsApp, Facebook u.a. vertraut sind, zu teilen.

Bitte verfolgen Sie die Nachrichten in den Tageszeitungen und auf dieser Homepage, um den Neustart der Aktivitäten in unserer Gemeinde nicht zu verpassen. Bleiben Sie bis dahin gesund und bitte unterstützen Sie bitte dabei, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Der Kirchenrat

Worte von Pastor i.E. Günter Plawer zur aktuellen Lage

Ihr Lieben!

„Gott hat uns nicht gegeben einen Geist der Furcht, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ 2.Timotheus 1,7

So winzig klein, dass man ihn mit bloßem Augen niemals sehen könnte und doch hat er die Welt verändert. Das Corona-Virus. Das Leben steht auf dem Kopf. Am 1. März haben wir noch fröhlich den Abschied von Pastor Gert Veldmann aus der Gemeinde in einem Gottesdienst mit fast 400 Gemeindegliedern gefeiert, kaum zwei Wochen wäre es unmöglich gewesen. Das öffentliche und auch das kirchliche Leben sind zum Stillstand gekommen. Keine Gottesdienste, keine Gruppen und Kreise und unser Kindergarten ist geschlossen. Beerdigungen finden nur noch im kleinsten Kreis statt. Ausnahmezustand.
Dabei war für die Vakanz vieles schon geplant. Wer übernimmt den Konfirmandenunterricht, das Seniorencafé, die Geburtstagsbesuche und wer predigt. Und natürlich auch, wie bekommen wir eine neue Seelsorgerin oder einen Seelsorger. Die Kernaufgaben müssen bestehen bleiben, auch wenn eine hauptamtliche Kraft weggefallen ist, darüber war sich der Kirchenrat einig.
Angesichts der Verbreitung des Corona-Virus muss ganz neu bestimmt werden, was die Kernaufgaben einer Gemeinde sind. Das Gruppen und Kreise ausfallen war noch zu verschmerzen, aber Gottesdienste abzusagen, das war eine schwerwiegende Entscheidung. Sie ist dem Kirchenrat sehr schwergefallen, steht die unter dem Wort Gottes versammelte Gemeinde doch im Mittelpunkt.
Kraft, Liebe und Besonnenheit, so sagt der Schreiber des Timotheusbriefes, seien die Gaben unseres Gottes und nicht die Furcht.
Natürlich fürchten wir uns. Das Virus ist unheimlich, scheinbar unberechenbar. Wir machen uns Sorgen, um unsere Lieben und auch um uns selbst. Wie lange sind wir der Gefahr ausgesetzt, wann gibt es ein Heilmittel und ein Impfstoff? Viele horten Vorräte an und versuchen so, der Bedrohung zumindest irgendetwas entgegenzusetzten.
Kraft, Liebe und Besonnenheit. Ob das jetzt die Kernaufgaben der Gemeinde sind? Ich glaube ja. Gerade jetzt, wo meine Nächste und mein Nächster neu in den Blick kommt. Und nicht mit der Frage, wie schütze ich mich vor der Gefahr durch ihr oder ihn, sondern wie stehen wir zusammen. Was braucht er oder sie gerade. Sicherlich Hilfe mit Taten, aber auch mit Worten, die gut tun, nicht nur dem anderen, sondern auch mir. Arbeiten wir daran!

Bleiben sie gesund und behütet und passen Sie gut auf sich auf!

Günter Plawer (Pastor im Ehrenamt)